Sowohl die Muskulatur des Skeletts als auch die Muskulatur der inneren Organe stehen unter der Wirkung der primären Reflexe. Entsprechend werden alle Körperfunktionen von ihnen beeinflusst. Die Muskulatur des Körpers ist unter der Wirkung der primären Reflexe steifer und unbeweglicher als im normalen Zustand. Grund dafür ist, dass die primären Reflexe mit einem Hypertonus der Muskulatur und einer bestimmten Haltung verbunden sind. Ein Mensch wirkt dann angespannt und merkt selbst, dass er unter Verspannungen leidet. Häufig ist dies mit Schmerzen, z.B. Nacken-, Gelenk- Rücken- oder Kopfmerzen verbunden, was fast jedermann kennt. Ein Muskel, der ständig angespannt ist, verkürzt sich im Laufe der Zeit. Verkürzungen von Muskeln schränken die Beweglichkeit der Gelenke ein. Insbesondere die Hüft- und die Wirbelsäulengelenke sind von der Spannung der Muskulatur und einer Einschränkung der Beweglichkeit betroffen. Die primären Reflexe können Tag und Nacht aktiv sein. Am Tag werden sie vorwiegend durch Sinnesreize und Bewegungen ausgelöst, in der Nacht können die primären Reflexe Spannungen auslösen, wenn Menschen lange Zeit in einem tonischen Muster liegen. Dies kann den Schlaf stören und sich am Morgen bemerkbar machen. Die Primärschulung trägt zu einer allgemeinen Entspannung der Muskulatur bei und fördert somit die Beweglichkeit des Körpers. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Stürzen oder Unfällen.